Schulprogramm
Elemente der pädagogischen GrundorientierungDas AMG versteht sich als eine Schule, die in die besonderen Möglichkeiten und Bedürfnisse des Stadtteils eingebettet ist. Wir begreifen die Vielfalt der Lebenswirklichkeit in Ehrenfeld als Chance und Herausforderung. In diesem Zusammenhang ist unser Bemühen zu sehen, Kenntnisse zu vermitteln, die zur kritischen Reflexion des eigenen Standpunktes befähigen, zum Perspektivenwechsel, zur Auseinandersetzung mit Vorurteilen und Klischees.
Unser Ziel ist eine Schule, in der ein gutes Lernklima und ein freundlicher Umgangston herrschen. Deshalb bemühen wir uns um eine Atmosphäre, die von Verbindlichkeit, Freundlichkeit und persönlicher Zuwendung geprägt ist. Dies wird auch durch die Überschaubarkeit eines dreizügigen Gymnasiums begünstigt. Das Kollegium des AMG fühlt sich für den Erhalt dieses Lernklimas der persönlichen Zuwendung und eines breit gefächerten Beratungsangebotes verantwortlich. Von unseren SchülerInnen erwarten wir, dass sie durch ihr Verhalten ein effektives Lernen vorantreiben. Die Mitarbeit des Elternhauses für diese Ziele fordern wir als wichtige Voraussetzung ein.
Der Namenspatron der Schule, Albertus Magnus, steht für Weltoffenheit, wissenschaftliche Neugier, vernetztes profundes Wissen, sowie für den solidarischen Ausgleich von Interessen. Diesen Ideen fühlen wir uns verpflichtet.
Unsere Schule soll nicht nur Wissen und Schlüsselqualifikationen vermitteln, sondern auch Kreativität durch eigenes Handeln freisetzen helfen. Anregungen von Schülerinnen, Schülern und Eltern zur Erprobung neuer Methoden und Inhalte sind erwünscht.
Die Schulleitung fördert schulische Veränderungen, die Entwicklungs- und Problemlösefähigkeit erhöhen und strebt Bedingungen an, unter denen eigenverantwortlich und selbstorganisiert gehandelt werden kann.
Unser Schulprogramm beschreibt den gegenwärtigen Stand und unsere mittelfristige Zielsetzung. Die Umsetzung ist ein Entwicklungsprozess, bei dem die Meinung aller am Schulleben Beteiligten gefragt ist. Wir verpflichten uns zu einer regelmäßigen Reflexion und Überprüfung unserer Ergebnisse und zur Fortschreibung bzw. Weiterentwicklung.
Fachliche Schwerpunkte
Die Arbeit am AMG baut auf einer soliden Vermittlung der Unterrichtsinhalte und -methoden aller Fächer eines Gymnasiums auf. Neben den für alle Gymnasien verbindlichen Inhalten, die wir für unsere Schule präzisiert haben, legen wir besonderen Wert auf das selbstständige Arbeiten der SchülerInnen. Da es die Methode nicht gibt, die für alle Ziele und jeden Lerntyp gleichermaßen gut geeignet ist, sind wir um Methodenvielfalt bemüht. Neben den bewährten traditionellen Unterrichtsmethoden werden neue Methoden und Arbeitsweisen praktiziert, die zunehmend eigenverantwortliches Lernen fördern. Das Kollegium hat sich zur kontinuierlichen fachmethodischen Fortbildung verpflichtet.
Die Sprachen am AMG bilden einen grundlegenden Beitrag zur gymnasialen Bildung. Unser Ziel ist es, sichere Grundlagen für die Sprachfähigkeit in zwei bis drei Fremdsprachen zu vermitteln. Wir beginnen mit Englisch in der Klasse 5. In der Klasse 7 muss eine der Sprachen Französisch oder Latein als zweite Fremdsprache gewählt werden. Im Differenzierungsbereich 9/10 bieten wir Latein bzw. Französisch als dritte Fremdsprache an. Das AMG pflegt seit 1952 einen Austausch mit unserer englischen Partnerschule in Faversham/Kent. Dieser lebenspraktische Bezug wird durch die Nutzung der neuen Medien noch intensiviert.
Um für die Oberstufe (Stufen 11 bis 13) ein möglichst breit gefächertes Kursangebot gewährleisten zu können, kooperieren wir mit dem nahe gelegenen Dreikönigsgymnasium. Dadurch wird z.B. das Sprachangebot auf Spanisch erweitert. Wir streben eine intensivere Zusammenarbeit der Fachschaften an.
Neue Medien mit dem Leitfach Sozialwissenschaften
Neue Medien, insbesondere die Arbeit mit Computern gehört zu den unabdingbaren Hilfsmitteln unserer modernen Gesellschaft. Wir vermitteln allen SchülerInnen Grundlagen zur Nutzung des Computers und des Internets in unterrichtlichen Bezügen. Medienkompetenz heißt für uns, Medienangebote sinnvoll auszuwählen und zu nutzen, eigene Medienbeiträge zu gestalten und zu verbreiten, Mediengestaltungen und Medieneinflüsse zu erkennen und aufzuarbeiten und Bedingungen der Medienproduktion zu durchschauen und zu beurteilen. Es ist unser Ziel, den Computer überall dort einzusetzen, wo er nützlich und sinnvoll ist, ohne dass der Computer oder das Internet Selbstzweck sind. Ein Schwerpunkt liegt am AMG im Fachbereich Sozialwissenschaften. Dieses Fach ist auf die Aktualität von Informationen angewiesen und schult eine kritische Auseinandersetzung. In den Oberstufenkursen ist die wirtschaftswissenschaftliche Grundbildung ein zentraler Themenbereich. Hier nutzen wir unsere Kooperation mit der Firma Muelhens.
Mathematisch-naturwissenschaftliche Bildung
Die mathematisch-naturwissenschaftliche Bildung hat am AMG Tradition. Wir räumen den naturwissenschaftlichen Themen z.B. in der Differenzierung, im AG-Bereich sowie im Kursangebot der Oberstufe einen besonderen Stellenwert ein. Ziel ist die Einrichtung von Leistungskursen in Mathematik, Physik, Chemie und Biologie. Diese Fachschaften erarbeiten auf der Grundlage der neuen Oberstufenrichtlinien fachübergreifende Ansätze und Projekte. In Hinblick auf die Sozialwissenschaften bereitet der Mathematikunterricht auch wirtschaftswissenschaftliche Aspekte vor. Informatik/Politik ist immer ein Angebot im Differenzierungsbereich 9/10.
Kultur und Theater
Im Bereich Kultur und Theater hat das AMG seit 1986 mit dem Kulturforum über den Unterricht hinaus einen wichtigen Schwerpunkt. Seit fast 20 Jahren existieren jahrgangsstufenübergreifende Theatergruppen. Zusätzlich dazu intensivieren wir diesen Bereich ab dem Schuljahr 2000/2001 durch eine Kooperation mit der Comedia Colonia mit der Einrichtung einer Theater-Medien-Klasse. Der vertraute Umgang mit Theater und Medien erweitert die soziale Kompetenz von Kindern und Jugendlichen. Er macht deutlich, welche Bedeutung Vertrauen, Zuverlässigkeit und ein disziplinierter Umgang miteinander haben, denn Kooperationsbereitschaft und soziales Verhalten sind Voraussetzung für Teamwork und Ensemblespiel. Auf der anderen Seite stärken der kreative und lustvolle Umgang mit Theater und Medien die Konzentration und Ausdauer und fördern das Leistungsvermögen der SchülerInnen.
Ergänzende Bemerkungen
Neue Medien mit dem Leitfach Sozialwissenschaften
Am Albertus-Magnus-Gymnasium werden seit fast 20 Jahren Computer im Unterricht eingesetzt, wobei in der ersten Zeit die Nutzung dem Fach Informatik vorbehalten war. Später erweiterte sich der Horizont, indem auch Anwendungen, z.B. in Form von Zeitungsprojekten, einbezogen wurden.
Ein neues Zeitalter brach erst mit dem Internet und der Aktion "Schulen ans Netz" an. Mit einem vernetzten Computerraum und dem Anschluss ans Internet zeigte sich bald, dass ein "anderer" Umgang mit dem Computer - statt programmieren nun recherchieren und präsentieren - systematisch vorbereitet werden muss. In der ersten Zeit waren Pioniere wichtig, die mit Klassen und Kursen Interneterfahrung gesammelt haben und Projekte erstellten. Jedoch blieben diese Aktivitäten ein wenig dem Zufall überlassen - genauer, der Bereitschaft der Lehrperson, sich in diesem Feld zu engagieren und sich den Wirren der Technik zu unterwerfen.
Da jetzt jedoch die Kenntnisse über neue Medien im Kollegium breit gestreut sind, ist unser Ziel allen SchülerInnen die notwendige Kompetenz im Umgang mit den Möglichkeiten, die der Computer bietet, zu vermitteln.
Die Medien nehmen einen kaum zu überschätzenden Einfluss auf die Sozialisation von Kindern und Jugendlichen, den die Schule durch die Förderung von Medienkompetenz begleiten muss. Zwar sind schon seit langer Zeit im Unterricht z.B. Printmedien untersucht und Formen der Werbung analysiert worden, nun aber kommen als neue Bereiche digitale Medien und Netze hinzu, zu denen allen SchülerInnen der Zugang geboten werden muss, damit eine kompetente Nutzung ermöglicht wird.
Auf einer ersten Stufe muss Wissen über die Medien vermittelt und Fertigkeiten im Umgang eingeübt werden.
In einer zweiten Stufe werden Wissen und Fertigkeiten benutzt bei der Vermittlung von fächerspezifischen Inhalten.
In einer dritten Stufe sind die Medien Gegenstand der Analyse und Reflexion mit dem Ziel Wirkung und Grenzen aufzuzeigen.
Umsetzung
Am Albertus-Magnus-Gymnasium gibt es einen Schwerpunkt im Bereich Sozialwissenschaften, der sich z.B. in der kontinuierlichen Einrichtung von Leistungskursen zeigt. Bedingt durch die Umbrüche in den letzten 10 Jahren haben sich hier die Themen stark gewandelt und hier ist das Bedürfnis nach neuen Fakten groß.
Das Internet hat sich als wichtiges Medium der Informationsbeschaffung erwiesen, hat aber auch als Gegenstand des Unterrichts im Zusammenhang mit Globalisierung seinen Platz.
In der Sekundarstufe I erhalten alle SchülerInnen ab Klasse 6 einen Einführungskurs in Textverarbeitung, Internet und Datenanalyse im Rahmen und mit Inhalten aus dem Politikunterricht.
Mathematisch - naturwissenschaftliche Bildung
Prof. Dr. Honnefelder, der als Schulleiter in den 50er Jahren die Schule wesentlich geprägt hat, schreibt in einer Festschrift: "Einer Begegnung mit den Folgen der naturwissenschaftlichen Erkenntnisse in unserer Welt kann sich keiner entziehen. Es ist heute nicht mehr möglich, Fragen nach dem Sinn der Welt und nach dem Wesen des Menschen erfolgreich zu erörtern, ohne dabei eingehende Kenntnisse der naturwissenschaftlichen Grundlagen zu besitzen. ... Unser Jahrhundert ist ein Jahrhundert der Naturwissenschaft."
Dies gilt auch heute! Wir haben deutlicher als in den 50er Jahren Beispiele für die Segnungen wie auch für die Gefahren, die aus naturwissenschaftlicher Erkenntnis erwachsen können, vor Augen. Zur Beurteilung sind solide Kenntnisse erforderlich. Unser Fortschritt wird weiterhin auf neuer naturwissenschaftlicher Erkenntnis basieren. Kein Werkzeug, das als Folge der Naturwissenschaft technisch gefertigt wird, kann durch sich Auskunft geben, wann es zum Segen, wann es zum Ärgernis wird. Dies ist Aufgabe der Sinnproduktion, die in den Geistes- und Kulturwissenschaften geleistet werden muss. Dazu bedarf es aber der Einsichten, die die Naturwissenschaften vermitteln.
Ziele, die den naturwissenschaftlichen Unterricht auszeichnen
1. Die Naturwissenschaften als "Wissenschaften" kennen zu lernen, d.h. wissenschaftspropädeutische Ausrichtung des Unterrichts (Denk- und Arbeitsmethoden, Modellbildung, Theorien, Beitrag zu einem Weltbild, Befreiung von Irrationalität)
2. Bedeutung der Naturwissenschaft für die Gesellschaft zu durchdenken (Technik, Folgen für die Umwelt, verantwortliches Handeln)
3. Naturwissenschaft als Mittel zum Verständnis technischer Objekte in unserem Alltag kennen zu lernen
4. Naturwissenschaft als Grundlage beruflicher Tätigkeiten
5. Naturwissenschaft als Bereicherungsmöglichkeit emotionaler Erfahrungen, sowie Förderung sozialer und kommunikativer Kompetenz zu erfahren (Arbeiten im Team)
6. Naturwissenschaften als Auslöser und Basis philosophischer Betrachtungen
Den Befürwortern einer wesentlich naturwissenschaftlich orientierten Bildungsmöglichkeit am AMG ist klar, dass sich diese Fächer nicht als Selektionsinstrument der Schullaufbahn missbrauchen lassen dürfen! Es geht nicht um das Ziel, die Schule als "schwere" Schule zu etablieren; es geht nicht um eine "naturwissenschaftliche Auslese"; es kann nur um ein Angebot gehen, die besonderen Möglichkeiten, die die Naturwissenschaften bieten, für die Bildung unserer SchülerInnen besonders intensiv zu nutzen.
Die Profilierung erstreckt sich auf Bereiche, die zwar bildungsrelevant sind, die aber nicht den überprüften und beurteilten Unterrichtsbereich wesentlich betreffen. Hier bleiben z.Z. der Bereich der Arbeitsgemeinschaften (außerunterrichtliche Aktivitäten) und der Bereich der Differenzierung in den Klassen 9 und 10. Es bleibt der Kursbereich in der SII, in dem die Schule zusätzliche Angebote machen will.
Kultur und Theater
Mit dem Kulturforum hat das AMG über den Unterricht hinaus einen wichtigen Schwerpunkt im kulturellen Bereich. Die jahrgangsstufenübergreifende Theatergruppen bieten den Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit zur kreativen Erprobung ihrer künstlerischen Begabungen. Das Engagement im Chor und Orchester ergänzt dieses Angebot. Fachübergreifende Unterrichtsprojekte dienen dazu, dass möglichst viele Jugendliche ihre Fähigkeiten in diesem Bereich entdecken können.
Zum Schuljahr 2000/2001 haben wir eine Theater-Medien-Klasse eingerichtet. Beginnend mit Klasse 5 wird dann zusätzlich zu dem regulären Unterricht eine theater- und medienspezifische Ausbildung angeboten. Die Comedia Colonia unterstützt als Kooperationspartner die Schule mit Lehrkräften und fachlicher Beratung.
Bedeutung und Chancen der Theater- und Medienarbeit an der Schule
Das Theater und die Alten Medien sind besonders geeignet, Schülerinnen und Schülern mit den verschiedensten Facetten der Kultur vertraut zu machen und ihre Persönlichkeitsentwicklung spielerisch zu fördern.
Theater und Medien integrieren die verschiedenen Künste im Zusammenspiel: Bildende Künste, Musik, Tanz, Literatur und Film. Eine vielseitigere Annäherung an die Tradition und die aktuellen Strömungen unserer Kultur ist kaum denkbar.
Der vertraute Umgang mit Theater und Medien erweitert die soziale Kompetenz von Kindern und Jugendlichen, er macht deutlich, welche Bedeutung Vertrauen, Zuverlässigkeit und ein disziplinierter Umgang miteinander haben. Denn Kooperationsbereitschaft und soziales Verhalten sind Voraussetzungen für jegliches Teamwork bzw. Ensemblespiel.
Auf der anderen Seite stärkt der kreative und lustvolle Umgang mit Theater und Medien die Konzentrationsfähigkeit und Ausdauer und fördert damit das Leistungsvermögen der Schülerinnen und Schüler.
Schulprofil - außerunterrichtliche Akzente
Für alle Stufen:
AMG-Tag
Schulfest / Schulwanderung
Gemeinsamer Abschluss des Jahres und Schuljahres
Bundesjugendspiele
Karneval: Beteiligung an den Karnevalszügen; von der SV organisierte Sitzung
Bibliothek als Selbstlernzentrum
SV
Schulgottesdienste
Lernberatung
Chor und Orchester
Für die Stufen 5 / 6 :
Schulpsychologische Beratung
Patensystem
Kennenlernabende
Streitschlichtung
Zusammenarbeit mit den Grundschulen
Landheimaufenthalte
Gewaltprävention
Freie Arbeit
Ags: Fußball, Theater
Für die Stufen 7 - 10:
Sanitäterausbildung u. Sanitätsdienst in der Schule
StreitschlichterInnen- und Peersausbildung,
Suchtprojekt mit Elternabend
Mädchen- und Jungenarbeit
Schüleraustausch mit England, Wolgograd, Istanbul
Berufspraktikum
Einkehrtage in Walberberg
Angebot zu einer Skifahrt
Studienfahrt in der 10
Arbeitsgemeinschaften
Für die Stufen 11 - 13:
Werkwoche mit Methodenseminar
Theater
Filmen und Fotografieren
Berufswahlorientierung
Selbstverwaltung Oberstufenraum
Beratung Wehrdienstpflichtiger und Wehrdienstverweigerer
Studienfahrt
A M G =
Aktiv
Am AMG wird Lernen als ein Prozess der aktiven Auseinandersetzung mit der umgebenden Welt verstanden. Methoden, die ein selbstständiges, eigenverantwortliches Lernen fördern, werden unterstützt
Miteinander
Am AMG wird die Kultur der Zusammenarbeit beim Lernen und Lehren weiterentwickelt und gestärkt
Gestalten
Am AMG ist ein Ziel der gymnasialen Bildung, die einzelnen Schülerinnen und Schüler in den Stand zu setzen, ihr (Schul-) Leben selbst zu gestalten und die Gesellschaft verantwortlich mitzugestalten..