Skifahrt in der Jgst 8

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Bericht von einer Skifahrt in der Jahrgangsstufe 8

Schon einen Monat vor der Fahrt war die ganze Stufe 8 aufgeregt. Welche Klamotten brauche ich, welchen Koffer nehme ich mit, in welches Zimmer komme ich? Doch am Tag der Abfahrt waren alle diese Fragen geklärt, oder zumindest sollten sie das sein. Der Abschnitt des Schulhofs bei den neuen Fahrradständern war brechend voll mit Eltern, Geschwistern, Freunden und Verwandten, die halfen, sämtliche Taschen und Koffer im Bus unterzubringen. Irgendwann durften wir dann endlich in den Bus, noch eine letzte Umarmung, ein letztes Küsschen und dann prügelten sich alle um die besten Plätze. Als schließlich jeder saß, setzte sich der riesige Bus in Bewegung. Alle drängten sich an die Fenster um noch einmal zu winken. Die Aufregung war groß und das änderte sich auch nach fünf Stunden und einer Pause bei McDonalds nicht. Auch wenn das Licht ausgeschaltet wurde, wirklich geschlafen haben wohl die Wenigsten. In Pfronten wechselte dann der Busfahrer, jetzt wurden wir von Hans gefahren. Dann, endlich, kamen wir an. Doch anstatt dass wir essen konnten, mussten wir unser Gepäck in die Garage stellen und mit dem Skibus zum Skiverleih fahren. Dort wurde dann alles wichtige ausgeliehen und zu Fuß wieder zurück zum Haus getragen, jedenfalls die Schuhe. Zum Glück gab es bei der Ankunft essen, zuvor mussten nur noch die Zimmer bezogen werden. Nach dem Essen, welches immer sehr lecker geschmeckt hat, ging es sofort zur Sache. Zunächst allerdings nur auf den Idiotenhügel. Der erste Tag war sehr gelungen. Die nächsten Tagen ebenso. Auch wenn manche Lehrer sich mit den morgendlichen Weckritualen einige Feinde gemacht haben; Tür aufreißen „Guten Morgen, die Sonne scheint!“brüllen und die Tür danach wieder zuknallen lassen, so entschädigten die wunderschöne Landschaft und das Skifahren an sich alles. An einem Tag gab es einen Ausflug nach Bruneck, natürlich mit einer Rallye, sonst lernt man ja nichts. Das Zusammenleben auf so engem Raum klappte gut, zwar gab es den ein oder anderen Streit, aber nichts allzu ernstes. Im Laufe der Woche gab es ein paar Unfälle, unter anderem einen Armbruch, doch auch hier gab es keine lebensgefährlichen Vorkommnisse. Am Ende der Fahrt mussten dann alle die schwarze Piste runter, manche bewerkstelligten dies zwar auf dem Hintern, aber der gute Wille zählt! Unten gab es dann beim Franz ein Ochsenblut, die Lehrer genehmigten sich gerüchteweise eins mit Schwanz, und Einige durften sogar auf Franz' Glocken spielen. Langsam näherte sich der letzte Tag und alle waren am Packen. Am letzten Morgen verlief alles mehr oder weniger glatt und schließlich saßen wir alle wieder im Bus. Wehmut machte sich breit, denn die meisten wären gerne noch länger geblieben. Frühstück, Mittag- und Abendessen gab es bei Mc's und um halb eins standen wir wieder in Köln und blockierten in Seelenruhe die Nußbaumerstraße, was bei einigen Autofahrern hinter uns zu heftigen Aggressionen gegenüber dem Busfahrer führte. Die c kam auf Grund einer Panne noch später, aber auch noch Monate danach sind sich alle einig: „Wir wollen nochmal auf Skifahrt!“

Von Johanna Müller

skifahrt2011