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Nibelungen

Musik-Tanz-Theaterproduktion der Theater-Medien-Klasse 8c

„Uns wird in alten Mähren Wunder viel gesagt...“
Ritter, Jungfrauen, Liebe und Tod, Treue und Verrat,…

Diese großen Themen hatten sich 26 Schüler und Schülerinnen der TMK 8c für dieses Schuljahr vorgenommen. Die Herausforderung, die Nibelungen als MusikTanzTheater auf die Bühne zu bringen, war spannend, nervenaufreibend, anstrengend, spaßig, interessant und in der Form auch nur möglich, da wir dieses Projekt mit einem Musiker: Theodor Ertel, einer Tänzerin: Dulce Jiménez Sedano und einer Theaterpädagogin: Birgit Günster gemeinsam auf die Beine stellten.

 

Das Konzept sah vor, dass alle drei Bereiche gleichwertig in der Produktion vertreten waren und die Schüler sich schwerpunktmäßig einen Bereich aussuchen konnten.

Lange beschäftigte uns die Frage: Warum spielen Jugendliche von heute die ‚Nibelungen‘? Was hat das mit ihnen und ihrem Alltag zu tun? Was reizt sie an diesem Thema? Warum wollen wir diese Geschichte einem Publikum erzählen? Dann, nach einigen Improvisationen entstand die Idee, das Stück aus der Sicht des Kindes ‚Ortlieb‘, das am Ende der Geschichte getötet wird zu erzählen. Und aus seiner Sicht zu fragen „Warum“? Warum so viel Gewalt, warum das Streben nach Macht und Rache?

Und mit dieser Frage stiegen wir ein in die szenische, tänzerische und musikalische Improvisation. Choreografien wurden entwickelt, Songs geschrieben, Rollen verteilt, Szenenideen ausprobiert…Es gab Probenkrisen: wie soll das denn alles funktionieren, wieso bekommt die die Rolle und nicht ich, die Tänzer treten zu selten auf, die Sänger sind zu leise, die Schauspieler dürfen viel öfter auf die Bühne, und und und…Und es gab diese wunderbaren Momente: ein Mädchen steht am Flügel und singt und alle hören berührt zu, eine Improvisation zur Hochzeitsnacht und alle klatschen begeistert, die Tänzer präsentieren ihre Choreografie und alle sind überrascht über die neuen Ideen…

Und natürlich noch viele Momente mehr…Also, eine ganz „normale“ Probenarbeit…

Und dann die Premiere. Endlich hat sich an den letzten Projekttagen allen das Stück doch erschlossen. Geschminkt, aufgeregt, helfen sich die Spieler noch bei Maske und Frisur, sprechen nochmal schnell den Dialog durch, probieren zum letzten mal eine Tanzsequenz. Und dann spielen, tanzen, singen, trommeln 26 Schüler und Schülerinnen die „Nibelungen“, für ein begeistertes Publikum.

Birgit Günster / Theaterpädagogin

Die Nibelungen, wir hatten alle fast gar keine Ahnung worum es ging. Nach und nach haben wir alles über die Sage der Nibelungen gelernt, über Siegfried, Kriemhild, Gunther und die anderen Rollen in dieser Sage. Anfangs waren wir alle sehr skeptisch wie wir dieses Stück auf die Beine stellen sollten, denn wir arbeiteten mit Musik, Tanz und Schauspiel. Aller Anfang ist schwer, nach und nach klappte alles immer besser. In dem ersten Halbjahr beschäftigten wir uns viel mit den einzelnen Rollen, der Konstruktion und Musik der einzelnen Szenen. Irgendwie war diese Stück ganz anders als alle Stücke die wir zuvor gespielt hatten. Je mehr wir spielten, tanzten und planten desto mehr Spaß machte es auch allen. Doch als wir dann endlich Ende des zweiten Halbjahres das Stück mit Tanz, Musik und Schauspiel zusammen setzten wollten zweifelten glaub ich alle daran das alles gut klappt. Keiner hatte eine Ahnung wie und wann er was machen muss oder wo er abgehen bzw. hingehen musste. Doch an unsere Premiere klappte alles wie es sollte. Als wir die letzte Szene gespielt hatten und für uns applaudiert wurde fiel uns ein riesig großer Stein vom Herzen.

Wir waren unglaublich zufrieden und stolz!

Hannah Bednorz/ Schülerin

Unser Ziel war die anspruchsvolle Geschichte der Nibelungen mit Jugendlichen im Alter von 13 Jahren zu inszenieren, und dies nicht nur als ein klassisches Theaterstück, sondern mit Hilfe von Musik und Tanz. Deshalb ist so eine Arbeit dreifach interessant und aufwendig. Zunächst musste man die Geschichte, bzw. die Szenen festgelegt werden, die mit Spiel, Musik und Tanz verknüpft werden sollten. Manche Szenen wurden dreifach ausprobiert, jeweils unter Einbeziehung einer anderen Disziplin oder auch der Mischung dieser. Die Schüler hatten sich auch für eine Disziplin zu entscheiden, blieben aber offen für die Zusammenarbeit mit anderen Gruppen. Sie waren auch bei dem kreativen Prozess mitbeteiligt und haben so im Bereich Tanz die Choreographie selbst mitgestaltet, sowohl mit Hilfe des Textes, als auch durch Improvisationen oder die Anregung der Musik. Wir haben uns die Ergebnisse angeschaut, Kritik daran geübt und Änderungen vorgenommen. Es war sehr erfüllend die Begeisterung der Schüler für Tanz zu sehen.

Dulce Jiménez Sedano / Tänzerin, Choreografin