Kasimir und Karoline, das Programm




Kasimir und Karoline
Von: Ödön von Horváth
Premiere: 22.06.2010, 19:30 Uhr
Schulaufführung: 23.06.2010, 10:00 Uhr
Einführung
Ladies and Gentlemen,
hiermit präsentieren wir Ihnen das Stück Kasimir & Karoline von Ödön von Horváth.
Das junge Paar Kasimir und Karoline
befindet sich zum Zeitpunkt des Stückes auf dem Oktoberfest 1932. Der vor kurzem entlassene Kasimir ist nicht in der Stimmung sich zu amüsieren, dadurch entsteht ein Streit und ihre Wege trennen sich erst einmal.
Im Verlauf des Stückes begegnen sie sich wieder, doch haben sie auch eine gemeinsame Zukunft?
Historischer Hintergrund
Anfang der 30er Jahre steigen auf Grund der Weltwirtschaftskrise die Arbeitslosenzahlen in ganz Europa.
Allein in Deutschland sind Ende 1932 über 6 Millionen Menschen, also ca. 16% der Gesamtbevölker-ung, arbeitslos und auf Hilfe vom Staat angewiesen. Auch diesem fehlen bald die benötigten finan-ziellen Mittel für soziale Ausgaben, sodass viele Grundbedürfnisse der Arbeitslosen schon bald nicht mehr gedeckt sind.
Das führt dazu, dass die Kriminal-itätsrate, Not und Unzufriedenheit der gesamten Bevölkerung enorm ansteigen.

Darsteller/innen und Regie
Kasimir Silvan Gottschall
Tom Wickenhäuser
Karoline Hannah Bednorz
Marie-Sophie Gollmann
Schürzinger Leon Stille Maja Kisters
Merkl Franz Felix Prybilski
Marvin Hörper
Dem Merkl Franz
seine Erna Ronja Blut Pia Kaffka
Rauch Revan Sarikaya
Speer Caroline Roeder
Ausrufer Anna Ugurlu
Liliputaner/ Felix Franke
Sanitäter/ Eisverkäufer Mädchenclique/Abnormitäten:
Franzi/ Johanna Sophia Rettberg
Elli/ Juanita Corina Hofner
Maria/ Emil/ Elanor Krause
Kellnerin
Regie Rainer Conrad
Charaktere
Der pessimistische Kasimir hat erst den Job als Chauffeur, dann seine Selbstachtung und schließlich den Glauben daran verloren, dass Karoline ihn liebt.
„Oh, du mein armer Kasimir, ohne Geld bist halt der letzte Hund.“
Die hübsche Karoline
ist sehr naiv, erlebnishungrig und oberflächlich. Sie fordert die Eifersucht Kasimirs heraus und ist auf der Suche nach einer aufregenden Nacht.
„Menschen ohne Gefühle haben es viel einfacher im Leben.“
Das Weichei von Schürzinger
ist ein angestellter Schneider mit gutem Gehalt. Vor seinem Chef hat er großen Respekt. Zum Oktoberfest kommt er alleine, ohne Freunde.
„Meine Mutter zum Beispiel ist seit der Inflation taub […] und seitdem habe ich keine Seele mehr mit der ich mich aussprechen kann.“
Der bestimmerische Merkel Franz
ist ein nicht sehr gesetzestreuer, pöbelnder, lauter und saufender Oktoberfestbesucher.
Ja, der Merkel Franz, der prügelt seine Erna.
„So und jetzt kauft sich der Merkel Franz eine Tasse Bier, von wegen der lieblicheren Gedanken.“
Dem Merkel Franz seine Erna ist das unterdrückte, gehorsame, aber auch tiefgründige, philoso-phische und energische Weib des Merkel Franz‘.
„So sei doch nicht so ordinär, was hab ich denn dir getan?“

