Der gebundene Ganztag am AMG

Seit sechs Wochen läuft er nun, der gebundene Ganztag für die Jahrgangsstufe Fünf am AMG. Und es hat sich eine Menge getan: Wie geplant haben die 92 Schülerinnen und Schüler der drei fünften Klassen Montag, Mittwoch und Donnerstag bis mindestens 15:05 Schule, die 5c wegen ihres Theaterunterrichts sogar montags und mittwochs bis 15:50 h. Alle Klassen haben außerdem die Möglichkeit, mindestens zweimal in der Woche die gemeinsame Lernzeit (GLZ) zu besuchen. Dort können sie unter der Betreuung von Fachlehrern der Hauptfächer Mathematik, Deutsch und Englisch Hausaufgaben machen, an Wochenplänen arbeiten, gemeinsam an Referaten arbeiten oder einfach nur ein wenig miteinander spielen oder etwas lesen. Auf jeden Fall scheint der Plan aufzugehen, dass die Aufgaben außerhalb des Unterrichts hauptsächlich in der Schule erle­digt werden können und nur noch sehr wenige Aufgaben für Zuhause übrig bleiben.

Eine weitere Neuerung ist die WABE, ein Wahlbereich von zwei Schulstunden am Mittwoch, in dem die Schüle­rinnen und Schüler der 5a und 5b aus sechs verschiedenen AGs eine auswählen können. Dort werden sie bis zum Schuljahresende mit einem Pädagogen der OT St. Anna Jazzdance, naturwissenschaftliches Experimentieren, Meditationsübungen und anderes mehr machen. Bis zu den Herbstferien hatten alle die Möglichkeit, die verschiedenen Angebote einmal anzusehen und nun haben sie sich bis zu den Sommerferien für eine Aktivität entschieden.

Die Schüler der 5c haben parallel zur WABE ihren zweiten Theaterblock in der Woche, der auf diese Weise endlich seinen Platz im Vormittag gefunden hat und somit mehr als früher in das Schulleben integriert ist.

Auch die Übermittagbetreuung durch die Katholischen Jugendwerke hat sich intensiviert: Das seit dem letzten Schuljahr bestehende Schülercafé hat nun eine echte Küche und wird dadurch als Aufenthaltsort in der 6. und 7. Stunde immer attraktiver.

In der Mensa ist es am Montag, Mittwoch und Donnerstag nun natürlich etwas voller als früher, aber die Gelegenheit, manchmal mit einem Schüler bzw. Lehrer zu Mittag zu essen, den man sonst nur aus dem Unterricht kennt, ver­ändert den Umgang miteinander merklich positiv. Und das gemeinsame Anstehen wird ab 2013 auch nicht mehr so lange dauern, denn dann wird die neue große Mensa fertig sein.

Eine weitere Veränderung seit dem Sommer, die nicht nur die Fünftklässler betrifft, sind die Schließfächer für Schüler, die nun überall im Schulgebäude stehen. Zunächst gab es zwar Lieferschwierigkeiten mit der Firma Mietra, weil die Nachfrage von Schülern erheblich größer war als gedacht, und auch der Umgang mit dem Zahlenschloss war nicht ganz leicht zu meistern. Aber mittlerweile sind diese Anfangsschwierigkeiten weitgehend überwunden. Kaum noch werden Freunde als „Safeknacker“ herbeigerufen, wenn man das eigene Schloss nicht aufbekommt, und insgesamt fehlen nur noch wenige Schließfächer, bis alle versorgt sind, die eines haben möchten.

Durch die Einführung der Schließfächer ist es auch möglich geworden, die alten Klassenräume in Lehrerräume umzu­wandeln. Auch das ist eine Änderung, die alle Schüler des AMG betrifft. Doch was für eine Veränderung: Mehr Blumen und sogar ganze Palmen tauchen in den Unterrichtsräumen auf, die Wände sind mit Unterrichtsmaterial behangen und in manchen Räumen entstehen erste kleine Bibliotheken. Auch Material ist nun leichter verfügbar, da die Lehrerinnen und Lehrer es nicht mehr durch die halbe Schule schleppen, sondern an einem Ort lagern und dort immer und mit jeder Klasse nutzen können. Die Unterrichtsqualität verbessert sich spürbar und auch die Atmosphäre in vielen Räumen ist angenehmer, weil nun mehr auf Ausstattung, Sauberkeit und Ordnung geachtet wird als früher.

Insgesamt kommt das AMG dem großen Ziel, ein schönerer Ort zum Leben und Lernen zu werden in vielen kleinen Schritten näher.

Wendel Hennen