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Seit wir uns am AMG mit Inklusion auseinandersetzen, wurde uns klar, dass Inklusion eine derart große Veränderung in schulischen Strukturen, alltäglicher Praxis und persönlicher Haltung bedeutet, dass Fragen, Ängste und Vorbehalte entstehen. Diese gehören als Teil unseres Prozesses ganz natürlich dazu und werden beachtet und ernst genommen. Hier versuchen wir einige der am häufigsten gestellten Fragen zu beantworten, und versuchen hierbei zwischen Einzelintegration (ab SJ 2019/20) und Inklusion/Gemeinsamem Lernen (vor dem SJ 19/20) zu unterscheiden.

Kommen Sie auf uns zu und sprechen Sie mit uns!

  • Sollten Sie im Rahmen der Aufnahme Fragen zur Einzelintegration haben, können Sie uns gerne beim Informationsabend, dem NW-Schnuppernachmittag und dem Tag der Offenen Tür sprechen. Auch darüberhinaus können Sie Frau Fesidis als Inklusionskoordinatorin und Herrn Trapp als Koordinator für inklusive Unterrichtsentwicklung, sowie das Team der Sonderpädagoginnen (Frau Doepner, Frau Engelbrecht, Frau Miteva ansprechen.
  • Sagen Sie uns, was ihr Kind braucht! Auch unabhängig von festgestelltem Förderbedarf müssen wir Stärken und Schwächen Ihres Kindes frühzeitig kennen, damit Förderung greifen kann. Aufrichtigkeit von beiden Seiten ist die Basis einer guten Zusammenarbeit.
  • Sollten Sie schon zur AMG-Schulgemeinschaft gehören, dann sind Sie herzlich eingeladen, in der Elternpflegschaft und auch der Fachkonferenz Inklusion mitzuarbeiten und Ihre Meinung einzubringen.

Häufig gibt es „emotional-sozialen“ Unterstützungsbedarf. Es kann zum Beispiel sein, dass ein Kind Probleme im Bereich der Aufmerksamkeit hat oder eine Diagnose im „Autismus-Spektrum“ gestellt ist. Darüber hinaus gibt es Kinder, die Probleme im Bereich des Sehens, Hörens oder der Körperlich-motorischen Entwicklung haben, also vielleicht ein Hilfsmittel, wie ein Hörgerät oder einen Rollstuhl benötigen. All diese Kinder werden meist zielgleich unterrichtet, d.h. sie werden nach den Richtlinien des Gymnasiums unterrichtet und im Rahmen der Einzelintegration aufgenommen.

Außerdem gibt es die Unterstützungsbedarfe Lernen, Geistige Entwicklung und Sprache, die zieldifferent unterrichtet werden. Das bedeutet, dass sie nach den Lehrplänen ihres Unterstützungsbedarfes unterrichtet werden und diesen Abschluss machen. Kinder mit diesen Unterstützungsbedarfen können wir zukünftig leider nicht mehr aufnehmen.

Im Rahmen der Einzelintegration werden Kinder mit zielgleichen Unterstützungsbedarfen aufgenommen. Im Aufnahmezeitraum versuchen wir alle Kinder mit Unterstützungsbedarf , die sich für unsere Schule interessieren, kennenzulernen, sie in ihrer Grundschule zu besuchen und mit den Lehrer*innen zu sprechen. Danach setzen wir uns mit Ihnen zu einem Beratungsgespräch zusammen, überlegen, was das Kind braucht, erläutern, welche Ressourcen wir bieten oder mobilisieren können. Entscheiden müssen Sie als Eltern. Es ist sinnvoll in diesem Zeitraum Kontakt zu Schulamt, der Inklusionskoordination der Stadt Köln und den Stellen der Bezirksregierung aufzunehmen, sodass mit allen gemeinsam die beste Lösung für Ihr Kind gefunden wird. Vielleicht ist es ja das AMG....

Nein. Wir richten pro Jahrgang einige oder alle Klassen im Rahmen der Einzelintegration ein. Die Entscheidung wie viele Klassen in der Einzelintegration gebildet werden, richtet sich nach pädagogischen und schulorganisatorischen Gesichtspunkten. Auch in anderen Klassen können im Einzelfall Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf sein. Wenn Sie ihr Kind am AMG anmelden, erwarten wir Ihre Offenheit für die Vielfalt unserer Kinder!

Nein. Wir können diese Frage gut verstehen. Viele Eltern wünschen sich, dass ihr Kind in eine solche Klasse kommt, weil ihr Kind gut gefördert wird, sie gute Erfahrungen in der Grundschule gemacht haben, oder Integration unterstützen möchten. Letztlich halten wir den Wunsch aber für ebenso diskriminierend wie den Ausschluss und fragen Ihren Wunsch daher nicht ab. Wir erwarten umgekehrt Ihre Aufrichtigkeit im Umgang mit den Stärken und Schwächen ihres Kindes. Nur so können wir eine auf Ihr Kind abgestimmte Förderung gewährleisten.

Kinder mit emotional-sozialem Förderbedarf verbreiten sicherlich ihre eigene innere Unruhe auch nach außen und auch für uns bedeutete der Umgang hier eine Herausforderung. Allerdings arbeiten wir in den inklusiven und einzelintegrativen Klassen in multiprofessionellen Teams mit  Lehrer*innen, Sonderpädagog*innen und Schulbegleiter*innen.  Wir treffen gemeinsame Absprachen, es gibt feste Rituale in der Klasse, klare Konsequenzen und generell machen wir die Erfahrung, dass in diesen Klassen alle Beteiligten (Erwachsenen und Kinder) eine größere Handlungssicherheit haben und damit oft mehr Ruhe herrscht.

Gerne. Jederzeit. Nichts überzeugt so sehr wie der persönliche Eindruck. Sprechen Sie uns an und wir versuchen einen geeigneten Termin zu finden.

Hier sind wir auf einem guten Weg, weil wir uns auch in der Zusammenarbeit mit der KJA, unserem Ganztagsträger,  als Team verstehen. Es gibt einen regelmäßigen Austausch und auch wenn die Pausen generell freiere und vielleicht unkontrollierte Situationen darstellen, gelten hier die gleichen 3 Regeln, die auch in der Klasse gelten.

Häufig wird Inklusion in den Medien mit Aggression und übergriffigem Verhalten gleichgesetzt  Das ist sehr ärgerlich, denn es wird weder den Kindern noch unserer guten Arbeit gerecht. Ihr Kind muss an unserer Schule keine Angst haben! Nicht vor Kindern mit Unterstützungsbedarf und genauso viel oder wenig vor anderen Kindern. Natürlich gibt es auch bei uns Konflikte und wenn doch einmal etwas passiert, ist es an uns, erzieherisch und konsequent mit Konflikten umzugehen.

Im Rahmen der Einzelintegration nehmen die Kinder mit zielgleichem Förderbedarf auf, die sich bei uns anmelden. In Absprache mit Schulträger und Schulaufsicht wird die konkrete Anzahl in den Verteilerkonferenzen festgelegt.

Ein klares Nein. In unseren Teams arbeiten wir intensiv zusammen. Dabei ist es uns sehr wichtig, über die Förderung ALLER Kinder zu sprechen. Hier kann es sich um die fachliche Förderung in einem der Unterrichtsfächer handeln, die soziale Förderung im Klassengefüge, um sonderpädagogische Methoden, die einem Kind helfen, sich besser zu konzentrieren oder auch die Frage, wie ein hochbegabtes Kind sein Potential besser entfalten kann.

Nein. Kinder, die bereits zieldifferent an unserer Schule unterrichtet werden, haben nicht das Ziel Abitur. Für alle anderen gilt, dass sie im gymnasialen Bildungsgang unterrichtet werden. Es ist zwar möglich, das Gymnasium mit einem anderen Abschluss als mit dem Abitur zu verlassen, ein Wechsel des Bildungsgangs ist nicht möglich.

Zurzeit arbeiten an unserer Schule drei sonderpädagogische Lehrkräfte, die den Klassen in Einzelintegration und im gemeinsamen Lernen sowohl beratend als auch im Unterricht zugeordnet sind. Sonderpädagoginnen unterrichten an unserer Schule alleine und im Team. Im Rahmen der Einzelintegration werden uns hierzu aber perspektivisch weniger Stunden zur Verfügung stehen als bisher. Auch wird die Anzahl der Stunden, die von Regelschullehrkräften zu zweit betreut werden, unter den Bedingungen der Einzelintegration reduziert sein müssen. Darüber hinaus sind wir aber froh an unserer Schule ein Team von über 15 Schulbegleiter*innen im Einsatz zu haben, die häufig auch mit pädagogischer Fachausbildung an unsere Schule kommen und ein wahrer Schatz für unsere Arbeit sind. Wir arbeiten gut mit den Jugendämtern und Sozialhilfeträgern zusammen. Seit Beginn des Prozesses ist an unserer Schule eine Koordinatorenstelle als Mitglied der erweiterten Schulleitung und der Steuergruppe eingerichtet.

nsere Schule ist insgesamt barrierearm. Sie verfügt über zwei Aufzüge, die alle Stockwerke mit einander verbinden. Es gibt allerdings noch Bereiche, die nicht barrierefrei zugänglich sind (die "alten" Sporthallen, ein Pausenhof, der Tischtenniskeller). Die Treppenstufen sind mit Kontraststreifen für Menschen mit Sehbehinderung markiert und besonders der Erweiterungsbau ist in allen Bereichen für Menschen mit körperlichen Einschränkungen barrierefrei. Es gibt auf jedem Stockwerk nach DIN eingerichtete Toiletten für Menschen mit Behinderungen, die mit dem "Euro-Schließsystem" zugänglich sind. Für Menschen mit Sehbehinderungen ist der Erweiterungsbau barrierearm. Für die räumliche Differenzierung stehen uns im Erweiterungsbau vier Räume zur Verfügung und die Jahrgangsstufen 5 und 6 verfügen im Neubau über jeweils der Jahrgangsstufe

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