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„Die Politiker sind kaputt,… unsere Umwelt ist kaputt … unsere Beziehungen sind kaputt …“

Der Literaturkurs der Q1 unter der Leitung von Anne Kneip setzte sich kritisch mit dem Ist-Zustand unserer Welt auseinander und brach dieses Kaputtsein im Laufe des Stückes herunter in individuelle Einzelszenen und –bilder.So wurden beispielsweise die „Durchschnittlichkeit“, die „Mittelmäßigkeit“ und eine allenthalben zu beobachtende krankhafte „Ich-Bezogenheit“ anklagend herausgeschrien. Gegen die Klimakatastrophe, den Terrorismus und die Arbeitslosigkeit wird eine „gute Perspektive“ gesucht, die weder im Supermarkt, noch im Kühlschrank gefunden wird.

 

Auswege scheint es kaum zu geben, die Verzweiflung unausweichlich?!? Das große Schlussbild, das alle Krisen noch einmal auf Demo-Bannern bündelt, ist ein Appell an alle, sich der genannten Probleme bewusst zu werden und endlich konkrete Entscheidungen für Problemlösungen zu treffen. Der Epilog „Rettet die Wale“ ist eine deutliche Anspielung an die „Fridays for Future“ Demonstrationen.

Die Darstellerinnen und Darsteller agierten äußerst authentisch, ihre Anliegen brachten sowohl sprachlich klar, als auch mit überzeugender Mimik und Gestik und bisweilen tänzerischen Einlagen auf die Bühne. Die deutliche Akzentuierung in der Sprache bis zum Herausschreien einzelner Probleme, zeigte, dass die jugendlichen Schauspielerinn und Schauspieler etwas zu sagen hatten. Die Suche nach der „guten Perspektive“ mit aufeinander abgestimmten Bewegungen im Sinne eines Perpetuomobile zu verbinden, unterstrich eindrucksvoll die Absurdität dieser Suche. Aber auch ein gewisses Maß an Selbstironie war unverkennbar, wenn es hieß: „Umweltsünder … alle töten!, Terroristen … alle töten… etc.“

Im Schlussbild wurden alle angesprochenen Probleme dem Publikum mittels Demonstrationsbanner nochmals vor Augen geführt. Die Präsentation dieses Rahmens von Prolog und Epilog bestach durch ein choreographisch gelungenes Ineinandergreifen von Standbild und dynamischen Bewegungsabläufen, das die jungen Spielerinnen und Spieler mit einer großen Leichtigkeit auf der Bühne vollzogen.

Eine gelungene Zeitansage, die an Deutlichkeit der auf der Bühne gezeigten Anspielungen nichts zu wünschen übrig ließ! Wolfgang Petzke

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