Chaos, Codes und Clevere Köpfe: Das Bonner Matheturnier 2026
Wenn Mathematiklehrer Herr Plein mit vier Oberstufenschüler*innen und einem 13-jährigen Mathe-Genie verreist, dann ist wieder Matheturnier-Zeit! Unser Team – Mia Deister (Q2), Anton Kramp (Q2), Georg Becker (Q1), Jean-Pierre Schmidtke (EF) und Felix Isbruch (9d) – machte die Telekom-Hauptzentrale in Bonn unsicher.
Die „Vorbereitung“
Getreu dem Motto „Echte Profis trainieren auf den letzten Drücker“ startete die Vorbereitung erst ein bis zwei Wochen vor dem Turnier. Die Treffen zeichneten sich vor allem dadurch aus, dass über so ziemlich alles gesprochen wurde – nur eben etwas zu wenig über die Aufgaben und das 54-seitige Vorbereitungsmaterial, das die Schüler gewissenhaft durchgearbeitet hatten. Doch kurz vor dem Startschuss schalteten alle auf Wettkampfmodus und trafen sich öfters zur Vorbereitung.
Kryptische Codes und heimliche Helden
Im ersten Teilwettbewerb „Sum of Us“ ging es um Kryptographie und Zahlentheorie. Jean-Pierre und Georg glänzten hier als lebendiger Algorithmus, Felix fungierte als Taschenrechner ganz ohne Batterien.
Beim anschließenden Staffelwettbewerb lief dann das Trio aus Anton, Georg und Mia zur Hochform auf. Zum heimlichen Star wurde der erst 13-jährige Felix aus der 9d: Als jüngster Teilnehmer des gesamten Teams löste er knifflige Staffelaufgaben einfach mal ganz alleine, während die Älteren noch eifrig diskutierten.
Die Geheimwaffen des Teams
Ohne die richtigen Taktiken läuft bei so einem Turnier gar nichts. Das Erfolgsrezept basierte auf drei Säulen:
Der Testballon: Wenn eine Formel mit n zu kompliziert aussah, wurden einfach kleine Zahlen eingesetzt und gehofft, dass sich ein Muster zeigt.
Pragmatismus pur: Warum lange rechnen, wenn man Geometrieaufgaben auch einfach mit dem Lineal abmessen und schätzen kann? Da man mehrmals Lösungen vorschlagen kann, kann ein plumper Freischuss nicht schaden.
Kopf-Origami: Geometrische Figuren wurden im Geiste solange zerschnitten und wieder zusammengeklebt, bis das Ergebnis passte.
Am Ende stand fest: Die Mathematik hat zwar gewaltig gequalmt, aber das Messen mit den Teams anderer Schulen und das Drumherum machten den Tag perfekt. Platz 10 im Staffelwettbewerb. Platz 17 von 62 in der Gesamtwertung. Ein riesiges Dankeschön an das Team für diesen glorreichen Einsatz!


